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Der Begriff "Diabetes mellitus" wurde aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet in etwa "honigsüßer Durchfluss".
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie) führt.
Die hohen Zuckerwerte führen zu Folgeerkrankungen an Augen, Nieren, Nervensystem, Herz, Gehirn und Gefäßen. 

In den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft wurde festgelegt, ab wann ein Diabetes mellitus vorliegt:
                                     Normal                                  Diabetes
Nüchtern-Wert           < 110 mg/dl (< 6,1 mmol/l)       ≥ 126 mg/dl (≥ 7,0 mmol/l)
Nicht-nüchtern Wert  < 140 mg/dl (< 7,8 mmol/l)       ≥ 200 mg/dl (≥ 11,1 mmol/l)

 
Man unterscheidet verschiedene Formen des Diabetes. Hier die zwei Bekanntesten:

• Typ-1-Diabetes
Typ-1-Diabetes entsteht durch einen absoluten Mangel des Hormons Insulin. In der Bauchspeicheldrüse werden Insulin produzierende Zellen von Antikörpern zerstört.
Dies beginnt meist schon im Kindes- oder Jugendalter.

• Typ-2-Diabetes
Typ-2-Diabetes entsteht einmal durch eine Insulinresistenz. Das heißt, dass die Körperzellen nicht mehr so leicht auf Insulin reagieren. Andererseits liegt eine jahrelange Überproduktion von Insulin vor, die zu einer "Erschöpfung" der Insulin produzierenden Zellen führt. Die Folge ist, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produziert. Typ-2-Diabetes nennt man auch Altersdiabetes, da er überwiegend im Erwachsenenalter beginnt. Heute trifft dieser Diabetes aber hin und wieder bei stark übergewichtigen Kindern auf.

Typische Symptome: starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit und Infektanfälligkeit. Durch extrem hohe oder extrem niedrige Blutzuckerspiegel kann es zu lebensbedrohlichen Situationen mit Bewusstlosigkeit kommen.                                                                                  Vor allem beim unbehandelten Typ-1-Diabetes sind die Beschwerden stark ausgeprägt. Der Typ-2-Diabetes kann hingegen lange Zeit unerkannt bleiben und erst durch Spätschäden diagnostiziert werden.

Der Typ-1-Diabetes wird immer durch Insulininjektionen behandelt. Beim Typ-2-Diabetes kann zu Beginn durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten (körperliche Bewegung, Gewichtsreduktion und Ernährungsumstellung) eventuell behandelt werden. In späteren Stadien ist die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckerregulierung erforderlich und schließlich auch eine Insulintherapie.

Folgende Folgeerkrankungen können auftreten:

Verschlechterung der Sehfähigkeit bis zur Erblindung (Retinopathie)
Nierenerkrankung bis zum Versagen (Nephropathie)
Nervenschädigungen mit Kribbeln, Schmerzen in Ruhe oder Gefühllosigkeit in Beinen, Füßen und Händen (Polyneuropathie)
Brustschmerzen als Zeichen einer Koronaren Herzerkrankung (KHK)
Schlecht heilende Wunden, besonders an den Beinen oder Füßen.



Reinigung & Trocknen:

Waschen sollten Sie Ihre Füße mit ph-neutraler Seife mit handwarmem (ca. 37° C) Wasser. Wenn möglich sollten Sie ein Badethermometer benutzen.
Liegen offene Wunden vor NICHT duschen, baden oder waschen!
Fußbäder sollten vermieden werden, da eine Keimeinschwemmung durchgeführt werden könnte.

Wenn trocknen, dann richtig! Benutzen Sie ein weiches Handtuch und achten Sie, dass Sie bei dünner Haut Einrisse vermeiden. Die Zehenzwischenräume trocknen Sie am besten mit einem Kosmetiktuch oder Wattestäbchen. Nicht mit dem Handtuch in diesen Bereichen herum reißen.
Ebenso sollte ein Fön zum Trocknen umgangen werden. 

Pflege der Haut & Zehennägel:

Die Haut der Diabetiker benötigt gerade regelmäßige Pflege. Hier sollten auf feuchtigkeitsspendende Produkte zurückgegriffen werden. Harnstoffhaltige Mittel sind zudem bei starken Verhornungen geeignet.
Auf langer Sicht sollten fettende Salben, Öle, Pasten und Cremes nur sparsam angewandt werden, da sie austrocknend wirken.

Vermeiden Sie im Bereich der Nägel mit spitzen oder scharfen Instrumenten (Zangen, Scheren…) zu arbeiten. Feilen Sie Ihre Nägel nur und runden die Ecken vorsichtig und leicht ab, damit die anderen Zehen nicht verletzt werden.
 

Anschauen & Kalte Füße:

1x täglich sollten Sie Ihre Füße ansehen, wenn nötig mit Hilfe oder einem Spiegel. Achten Sie hierbei auf Veränderungen (Schwellungen, Rötungen, Blasen oder gar Verletzungen). Bitte achten Sie auch auf die Zehenzwischenräume.

Heißkissen, Wärmflaschen, Fußbäder oder Fön sind bei bestehender Neuropathie NICHT zum aufwärmen Ihrer Füße benutzt werden. Ebenso sollte vermieden werden, die Füße an/auf die Heizkörper oder ähnliches zu legen. Da hier eine Störung des Temperaturempfindens vorliegt, könnten schwerste Verbrennungen entstehen.


Strümpfe & Barfuß laufen:

Sie sollten bei einer Nervenschädigung und/oder Durchblutungsstörung niemals barfuß oder in Strümpfen. Verletzungen können auch durch kleinste Steinchen, Krümel oder Körnchen entstehen.
Im Urlaub gehören Badeschuhe in Ihr Reisegepäck. In öffentlichen Einrichtungen oder am Strand ist die Verletzungsgefahr durch Steinchen, Muscheln, heißer Sand oder Sonstiges besonders hoch.

Strümpfe mit Nähte und zu stramme Ränder, oder diese auf „links“ tragen ist zu vermeiden.
Achten Sie ebenso darauf, dass beim Tragen keine Falten entstehen. Andernfalls könnten Blasen oder Druckstellen entstehen.
Geeignet sind Strümpfe mit hellen Farben und hohem Baumwollanteil. Bei diesen können Flecken durch unbemerkte Verletzungen leichter entdeckt werden.


Schwielen & Hühneraugen

Wenn Sie die Hornhaut oder Schwielen selber abtragen möchten, tun Sie es nur mit einem Bimsstein oder einer Fußpfeile. Bitte niemals Hobel oder Klingen benutzen.
Schwielenbildung weist immer auf Druckspitzen hin. Untersuchen Sie darum hin und wieder Ihre Einlagen und Schuhe.

Bei Hühneraugen sollten Sie einen Fachmann aufsuchen.
Versuche mit Salicylsäure-Mittel (Hühneraugenpflaster, -salben oder –tinkturen) bitte unterlassen. Es kann hierdurch zu schweren Hautschäden kommen.


Haut- & Nagelpilz und Verletzungen

Behandeln Sie Verletzungen nicht wahllos mit Bädern, Cremes oder dergleichen.
Machen Sie eine Wunddesinfektion (farblos) und bedecken Sie die Stelle steril.
Sobald Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen auftreten, suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf.

Bei Mykosen (Haut- und/oder Nagelpilz) sollten Sie immer fachliche Hilfe konsultieren. Diese Stellen sind eventuelle Eintrittspforten für Keime und könnten schwere Infektion zur Folge haben.

 
Einlagen & Schuhe

Ihre Einlagen sollten lang und breit genug sein, ohne harter Bettung, Noppen und Erhebungen. Ebenso aus weichem Material mit hellem Überzug bestehen (Wundsekrete sind besser sichtbar).
Kontrollieren Sie regelmäßig diese auf Risse und Verschleiß. Fragen Sie auch Ihren Arzt, ob er Ihre Einlagen anschauen könnte. Hierbei kann er eventuelle Neuverordnungen eher ausstellen.
Der Orthopädieschuhmacher kann ebenfalls Veränderungen schnell feststellen und ggf. beheben.

Schuhe kaufen Sie nachmittags oder abends, da dann Ihre Füße etwas dicker sind.
Gehen Sie hier lieber zu einem Fachmann, der Sie geschult beraten kann.
Achten Sie auf Nähte, Material (weich), Spannbeschaffenheit, Länge und Breite.
Laufen Sie Ihre neuen Schuhe langsam ein. Nicht auf langen Touren, Wanderungen oder als Einzelpaar mit in den Urlaub nehmen.
Kontrollieren Sie zum Anfang öfter Ihre Füße und neuen Schuhe auf Veränderungen.
Schuhe mit Absätzen sollten Sie vermeiden, da die Belastungen im Vorfußbereich zu groß sind.